Umweltschule – Lernen für die Zukunft

Als anerkannte Umweltschule in Europa setzen wir uns aktiv dafür ein, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Denken im Schulalltag zu verankern. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen durch eigene Projekte, praktische Erfahrungen und gemeinschaftliches Handeln, was es heißt, die Zukunft mitzugestalten.

Was bedeutet „Umweltschule“?

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule“ wird an Schulen verliehen, die sich kontinuierlich und nachweisbar für Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung engagieren.

Wir setzen jedes Schuljahr mindestens zwei konkrete Projekte um, die Umwelt- oder Klimaschutz, Ressourcenschonung oder nachhaltiges Handeln fördern – gemeinsam mit Klassen, AGs und Partnern aus der Region.

Lernen. Leben. Weiterkommen.

Vielfalt, die stärkt – drei Schwerpunkte unserer schulischen Arbeit im Überblick.

Projekt 1

Eigener Salat und Gemüse aus dem Hochbeet
 

Projekt 2

Blühstreifen zusammenhäufen traditioneller Handarbeit mit Heugabeln und Rechen

Projekt 3

„Aus Alt mach Neu“
 

Für die Nahrungszubereitung im ES-Unterricht werden jedes Jahr Salat, Kräuter und Gemüse in den schuleigenen Hochbeeten des naturnah gestalteten Pausenhofes angepflanzt. Die Pflege der Beete übernehmen die Schülerinnen und Schüler selbst, indem sie regelmäßig gießen und Unkraut jäten. Auf diese Weise erleben sie den gesamten Wachstumsprozess der Pflanzen unmittelbar mit und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Projekt.

Die Verarbeitung der Ernte in der Schulküche stellt für manche Schülerinnen und Schüler zunächst eine Herausforderung dar, insbesondere wenn sichtbar wird, wie lebendig ein ungespritzter Salat ist. Diese Erfahrungen werden jedoch erfolgreich gemeistert, sodass alle den ungedüngten und ungespritzten Salat nach sorgfältiger Reinigung genießen können.

Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler, dass auch Blüten wie Kapuzinerkresse und Borretsch essbar sind. Mutige Kinder probieren die farbenfrohen Blüten und erweitern so ihren kulinarischen Horizont.

Unterstützt wird das Projekt durch eine nachhaltige Bewässerungslösung: Gemeinsam mit der Stadt Wassertrüdingen konnte unser Hausmeister Ralf Wenderlein einen Wasseranschluss der schuleigenen Zisterne im Außenbereich installieren. Dadurch ist es möglich, die Salat- und Gemüsepflanzen mit hauseigenem Regenwasser zu gießen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch, dass durch regelmäßiges Gießen nicht nur Nutzpflanzen, sondern ebenso sogenannte Beikräuter wachsen. Einige dieser Pflanzen finden – zumindest in mutigen ES-Gruppen – ebenfalls Verwendung in der Küche und tragen so zu einem bewussteren Umgang mit Natur und Lebensmitteln bei.

In der Nachbargemeinde Röckingen werden Randstreifen entlang der Verkehrswege bewusst erst im Juni mit dem Messerbalken gemäht. Die späte Mahd dient dem Schutz der Artenvielfalt, da sie zahlreichen Insekten, Kleintieren und Wildpflanzen ausreichend Zeit zur Entwicklung, Blüte und Samenbildung bietet. Das anfallende Mähgut wird anschließend in traditioneller Handarbeit mithilfe von Heugabeln und Rechen zu gleichmäßigen Rangen zusammengehäuft.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b beteiligen sich regelmäßig an dieser jährlich stattfindenden Maßnahme und leisten damit einen aktiven Beitrag zum praktischen Naturschutz. Neben der körperlichen Arbeit setzen sie sich intensiv mit ökologischen Zusammenhängen auseinander und erfahren, welche Bedeutung eine angepasste Pflege von Landschaftsflächen für den Erhalt artenreicher Lebensräume hat.

Durch die Teilnahme an diesem Projekt wird Umweltbildung unmittelbar erlebbar und theoretisches Wissen aus dem Unterricht sinnvoll ergänzt. Auch im kommenden Schuljahr ist die Fortführung der Zusammenarbeit vorgesehen: Bürgermeister Martin Schachner hat die Unterstützung der Schule erneut angefragt. Die langfristige Kooperation unterstreicht den hohen Stellenwert von nachhaltigem Handeln und regionaler Verantwortung im schulischen Alltag.

Mit dem Projekt „Aus Alt mach Neu“ setzt unsere Schule ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und kreativen Klimaschutz. Aus ausgedienten Gegenständen und scheinbar wertlosen Materialien entstehen im Unterricht neue, funktionale Produkte – von Dekorationsartikeln über Modeaccessoires bis hin zu praktischen Alltagshelfern. Der gesamte Entstehungsprozess wird dabei dokumentiert und reflektiert. 

Die Projektidee entstand in den Fächern Werken/Gestalten und Technik und wird von den Fachlehrkräften gemeinsam mit der Umweltbeauftragten entwickelt und im praktischen Unterricht umgesetzt. Durch den Verkauf der Produkte am Weihnachtsmarkt werden auch Eltern, Hausmeister und das gesamte Kollegium aktiv eingebunden.

Ziel des Projekts ist es, die Schülerinnen und Schüler für einen bewussten Umgang mit Konsum und Ressourcen zu sensibilisieren. Gleichzeitig erwerben sie handwerkliche, gestalterische und kreative Kompetenzen und setzen sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Müllvermeidung und globaler Ressourcenverteilung auseinander. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und stärkt das Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Schulgemeinschaft.

Kurz gesagt:
„Aus Alt mach Neu“ zeigt, dass Klimaschutz im Alltag beginnt – kreativ, praxisnah und nachhaltig. Aus alten Materialien entstehen neue Ideen, die Ressourcen schonen und Umweltbewusstsein fördern.

Mit diesem Projekt konnten wir bereits bei zwei Wettbewerben gewinnen 😊

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Umweltbildung ist für uns nicht nur ein Extra, sondern Teil unseres pädagogischen Selbstverständnisses. Mit gezielten Unterrichtseinheiten, praktischen Angeboten und fächerübergreifenden Projekten fördern wir:

  • Eigenverantwortung im Umgang mit Ressourcen
  • kritisches Denken und Zukunftskompetenzen
  • Handlungsbereitschaft für gesellschaftliche Mitgestaltung